Warum sich immer mehr internationale Unternehmen für Lelystad entscheiden: die Geschichte von Kobelco

10. Juni 2026

Für internationale Unternehmen, die nach Raum, Erreichbarkeit und Wachstumsmöglichkeiten suchen, wird Lelystad zunehmend zu einem attraktiven Standort. Ein gutes Beispiel dafür ist Kobelco Construction Machinery Europe (KCME), die europäische Zentrale des japanischen Baumaschinenherstellers, die kürzlich von Almere in ein komplett neues Firmengebäude in Lelystad umgezogen ist. Laut Karin van Dijk, General Manager Human Resources & Corporate Affairs, war diese Entscheidung alles andere als zufällig.

Raum für Wachstum
Die Suche nach einem neuen Unternehmensstandort begann für Kobelco, als das Unternehmen merkte, dass das bestehende Gebäude in Almere zu klein wurde. Zunächst konzentrierte sich die Suche auf Almere, erklärt Karin.

„Wir waren bereits in Almere ansässig, daher schien das zunächst die einfachste Lösung zu sein.“

Doch schnell stellte sich heraus, dass es schwierig war, dort eine passende Fläche zu finden. Verfügbare Grundstücke waren entweder zu klein oder bereits vergeben. Deshalb weitete KCME die Suche aus. Lelystad erwies sich schnell als ideale Lösung und bot genau das, was das Unternehmen suchte: ausreichend Fläche und eine gute logistische Erreichbarkeit.

Als die Pläne für den Neubau in Lelystad endgültig beschlossen waren, wurde Karin eng in das Projekt eingebunden.

„Ich wurde ursprünglich als HR-Managerin eingestellt, aber schon bald fragte man mich, ob ich das Projekt ebenfalls begleiten möchte. Diese Herausforderung hat mich sofort angesprochen.“

Gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lelystad
KCME begann mit dem Kauf des Grundstücks, der Ausschreibung verschiedener Arbeiten und der engen Abstimmung mit der Gemeinde Lelystad. Karin blickt sehr positiv auf diese Zusammenarbeit zurück.

„Sie haben sich wirklich sehr engagiert. Wenn wir etwas brauchten, konnten wir uns jederzeit an sie wenden und bekamen sofort Unterstützung.“

Anschließend entstand auf einem großzügigen Gelände in Lelystad ein vollständig neuer Unternehmensstandort. Der verfügbare Raum wurde optimal genutzt. Neben modernen Büro- und Lagerflächen entstanden auch ein Tech Center, ein Showroom und ein speziell eingerichtetes Demonstrationsgelände, auf dem Kunden aus ganz Europa die Maschinen von Kobelco live erleben können.

„Wenn man bedenkt, dass wir in Almere nur ein Büro und ein Lager hatten, dann ist das ein enormer Fortschritt“, sagt Karin stolz.

Strategische Lage für internationales Geschäft
Neben dem Platzangebot spielte die Erreichbarkeit eine wichtige Rolle bei der Standortentscheidung. Lelystad liegt zentral in den Niederlanden, nahe der Randstad, jedoch ohne die Einschränkungen und hohen Grundstückspreise, die dort häufig auftreten. Über die Autobahn A6 sind Amsterdam, Utrecht und der Norden der Niederlande schnell erreichbar. Auch Flughäfen, Häfen und logistische Knotenpunkte befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Für Kobelco, das Kunden und Händler aus ganz Europa empfängt, bietet diese Lage deutliche Vorteile. Auch die Nähe zum Lelystad Airport spielte eine Rolle. Obwohl der Flughafen noch auf seine weitere Entwicklung wartet, erkannte Kobelco bereits früh dessen Potenzial.

Nachhaltiges Bauen mit Blick auf die Zukunft
Nachhaltigkeit spielte bereits in den ersten Entwurfsphasen eine wichtige Rolle. Das neue Gebäude wurde konsequent mit Blick auf die Zukunft entwickelt.

„Wir haben wirklich nach den neuesten Umweltstandards gebaut“, erklärt Karin. „Dazu gehören Solarpaneele, Gründächer, aber auch Fledermauskästen, Bienenstöcke und Einrichtungen, die Tieren ein sicheres Leben rund um das Gelände ermöglichen.“

Laut Karin passt dieser nachhaltige Ansatz perfekt zur langfristigen Vision des Unternehmens.

„Man baut nicht nur für heute, sondern für die nächsten dreißig Jahre.“

Lelystad als europäische Basis
Für Kobelco ist Lelystad inzwischen weit mehr als nur ein neuer Standort. Die Stadt hat sich zur europäischen Basis entwickelt, von der aus Kunden empfangen, Händler geschult und neue Technologien präsentiert werden.

Karin merkt, dass sich das Unternehmen hier vollkommen zuhause fühlt und Lelystad in Zukunft gerne etwas zurückgeben möchte. Wie genau das aussehen wird, wird derzeit noch überlegt.

„Vielleicht laden wir künftig Schulen ein, damit Schülerinnen und Schüler mehr über Technik lernen können. Oder wir organisieren einen Tag der offenen Tür“, sagt Karin. „Wir möchten Lelystad auf jeden Fall etwas zurückgeben.“

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